Breaking-Kultur seit 1990
Von den Anfängen bis heute
Am 9. Juni 1990 begann in Hannover etwas, das die Breaking-Szene bis heute nachhaltig prägen sollte. Unter dem Namen „International Breakdance Cup" trafen erstmals Crews aus verschiedenen Städten und Ländern aufeinander – mit dem Ziel, sich auszutauschen, sich miteinander zu messen und gemeinsam etwas Neues zu schaffen. Schon ein Jahr später wurde daraus „The Battle", bevor sich 1992 endgültig der Name „Battle of The Year" etablierte.
Die erste Ausgabe zog über 500 Zuschauer an und setzte mit choreografierten Shows neue Maßstäbe für Crew-Wettbewerbe. Was als Vision begann, entwickelte sich Schritt für Schritt weiter. Heute steht Battle of The Year für eine feste Größe in der internationalen Breaking-Szene. Aus einem kleinen Event in Hannover hat sich einer der wichtigsten Wettbewerbe im Breaking entwickelt – für viele gilt er bis heute als eine Art inoffizielle Weltmeisterschaft.

1990
International Breakdance Cup
Nachdem der anfängliche Breaking-Hype gegen Ende der 1980er abgeklungen war, organisiert Thomas Hergenröther gemeinsam mit seiner Crew, den „Burning Moves" das erste Battle of the Year, damals noch unter dem Namen „International Breakdance Cup". Vor ca. 500 Besuchern präsentierten Gruppen wie TDB, Second to None oder die Crazy Force Crew ihr Können.
1990
International Breakdance Cup
Nachdem der anfängliche Breaking-Hype gegen Ende der 1980er abgeklungen war, organisiert Thomas Hergenröther gemeinsam mit seiner Crew, den „Burning Moves" das erste Battle of the Year, damals noch unter dem Namen „International Breakdance Cup". Vor ca. 500 Besuchern präsentierten Gruppen wie TDB, Second to None oder die Crazy Force Crew ihr Können.
1990–1995
Shows & Battles
Von Beginn an standen beim Battle Of The Year vor allem Choreografien und Shows im Mittelpunkt. Ab 1991 wurden zusätzlich Battles um den ersten Platz eingeführt, die dem Wettbewerb eine neue Dynamik verliehen. In den frühen Jahren prägten vor allem Crews aus Deutschland (TDB, Battle Squad, Vlinke Vuesse), England (Second to None, Always Rockin Tuff), Ungarn (Enemy Squad) und der Schweiz (Crazy Force Crew) das Geschehen. 1994 gestaltet Mode 2 das erste Mal ein BOTY Poster und ist seitdem ein Aktivist für den Tanz als eigenständige Kunstform.
1990–1995
Shows & Battles
Von Beginn an standen beim Battle Of The Year vor allem Choreografien und Shows im Mittelpunkt. Ab 1991 wurden zusätzlich Battles um den ersten Platz eingeführt, die dem Wettbewerb eine neue Dynamik verliehen. In den frühen Jahren prägten vor allem Crews aus Deutschland (TDB, Battle Squad, Vlinke Vuesse), England (Second to None, Always Rockin Tuff), Ungarn (Enemy Squad) und der Schweiz (Crazy Force Crew) das Geschehen. 1994 gestaltet Mode 2 das erste Mal ein BOTY Poster und ist seitdem ein Aktivist für den Tanz als eigenständige Kunstform.
1996–2000
BOTY wird internationaler
Die Veranstaltung wächst stetig – nicht nur in der Zahl der Zuschauer, sondern auch durch die wachsende Vielfalt an teilnehmenden Crews aus aller Welt. Neben Ländern wie Frankreich, Italien und Dänemark reisen auch Gruppen aus den USA, Japan, Südafrika und Russland an, um sich zu messen und auszutauschen.
1996–2000
BOTY wird internationaler
Die Veranstaltung wächst stetig – nicht nur in der Zahl der Zuschauer, sondern auch durch die wachsende Vielfalt an teilnehmenden Crews aus aller Welt. Neben Ländern wie Frankreich, Italien und Dänemark reisen auch Gruppen aus den USA, Japan, Südafrika und Russland an, um sich zu messen und auszutauschen.
2000
BOTY als Teil der EXPO 2000
Im Rahmen des Jugendkulturprogramms der Expo 2000 in Hannover wurde das BOTY Teil eines internationalen Großereignisses. In der ausverkauften Expo-Arena verfolgten rund 11.000 Zuschauer im Innenbereich und weitere 3.000 draußen das Finale – und machten es damit zu einem der größten Breaking-Events seiner Zeit. Im Final-Battle setzten sich die Flying Steps gegen die Waseda Breakers aus Japan durch und holten den Titel nach Deutschland.
2000
BOTY als Teil der EXPO 2000
Im Rahmen des Jugendkulturprogramms der Expo 2000 in Hannover wurde das BOTY Teil eines internationalen Großereignisses. In der ausverkauften Expo-Arena verfolgten rund 11.000 Zuschauer im Innenbereich und weitere 3.000 draußen das Finale – und machten es damit zu einem der größten Breaking-Events seiner Zeit. Im Final-Battle setzten sich die Flying Steps gegen die Waseda Breakers aus Japan durch und holten den Titel nach Deutschland.
2001
Neue Grundlagen in Paris
Im Jahr 2001 legten Thomas Hergenröther, Storm und Mode 2 bei einem Treffen in Paris die Grundlage für die zukünftige Ausrichtung der Veranstaltung fest. Ziel war es, sich wieder stärker auf die ursprünglichen Werte zu besinnen und zugleich der Verantwortung als eines der wichtigsten Events der weltweiten Hip-Hop-Kultur gerecht zu werden. Mit dem Zusatz „A Change Of Direction" wurde dieser Anspruch auch im Namen verankert. Unter diesem Leitgedanken entstanden neue kulturelle Programme, die über das Breaking hinausgehen und weitere Bereiche der Hip-Hop-Kultur wie Graffiti, Musik, künstlerische Kreation und Wissensvermittlung einbeziehen.
2001
Neue Grundlagen in Paris
Im Jahr 2001 legten Thomas Hergenröther, Storm und Mode 2 bei einem Treffen in Paris die Grundlage für die zukünftige Ausrichtung der Veranstaltung fest. Ziel war es, sich wieder stärker auf die ursprünglichen Werte zu besinnen und zugleich der Verantwortung als eines der wichtigsten Events der weltweiten Hip-Hop-Kultur gerecht zu werden. Mit dem Zusatz „A Change Of Direction" wurde dieser Anspruch auch im Namen verankert. Unter diesem Leitgedanken entstanden neue kulturelle Programme, die über das Breaking hinausgehen und weitere Bereiche der Hip-Hop-Kultur wie Graffiti, Musik, künstlerische Kreation und Wissensvermittlung einbeziehen.
2003
Jurysystem
Das Battle Of The Year führte als erster Breaking-Wettbewerb ein strukturiertes Jurysystem zur Bewertung der Shows ein, entwickelt in Zusammenarbeit zwischen dem BOTY-Headoffice und Walter „Crazy" Petrongolo. Es umfasst acht Bewertungskriterien: Synchronicity, Stage Presence, Theme & Music, Choreography, Toprock, Footwork, Freezes und Powermoves. In den jährlich stattfindenden Partner-Meetings wurde das Bewertungssystem regelmäßig überprüft und diskutiert.
2003
Jurysystem
Das Battle Of The Year führte als erster Breaking-Wettbewerb ein strukturiertes Jurysystem zur Bewertung der Shows ein, entwickelt in Zusammenarbeit zwischen dem BOTY-Headoffice und Walter „Crazy" Petrongolo. Es umfasst acht Bewertungskriterien: Synchronicity, Stage Presence, Theme & Music, Choreography, Toprock, Footwork, Freezes und Powermoves. In den jährlich stattfindenden Partner-Meetings wurde das Bewertungssystem regelmäßig überprüft und diskutiert.
2005
Planet B-Boy
Der koreanische Regisseur Benson Lee dreht den Dokumentarfilm Planet B-Boy. Darin begleitet er mehrere internationale Crews auf ihrem Weg zum Battle Of The Year 2005 und gibt dabei persönliche Einblicke in die globale Breaking-Szene. Rund um das BOTY gedreht, verbindet der Film eindrucksvolle Wettkampfaufnahmen mit Geschichten aus dem Leben der Tänzer und zeigt die weltweite Entwicklung von Breaking als Kunstform und Kultur.
2005
Planet B-Boy
Der koreanische Regisseur Benson Lee dreht den Dokumentarfilm Planet B-Boy. Darin begleitet er mehrere internationale Crews auf ihrem Weg zum Battle Of The Year 2005 und gibt dabei persönliche Einblicke in die globale Breaking-Szene. Rund um das BOTY gedreht, verbindet der Film eindrucksvolle Wettkampfaufnahmen mit Geschichten aus dem Leben der Tänzer und zeigt die weltweite Entwicklung von Breaking als Kunstform und Kultur.
2009
20-jähriges Jubiläum
Battle Of The Year feiert sein 20-jähriges Jubiläum und erweitert das Programm um neue Formate. Erstmals findet ein internationales 1-vs-1-Battle statt, das B-Boy Lilou für sich entscheidet. Gleichzeitig schafft BOTY mit einem internationalen 2-vs-2-Battle eine eigene Plattform für B-Girls – ein Format, das über Jahre hinweg vor allem von japanischen Tänzerinnen geprägt wird. Mit der „Dance Theatre Night" im Staatstheater Braunschweig, featuring Storm, Top 9, Vagabonds und Salah, entsteht ein Raum für Austausch zwischen verschiedenen Tanzformen.
2009
20-jähriges Jubiläum
Battle Of The Year feiert sein 20-jähriges Jubiläum und erweitert das Programm um neue Formate. Erstmals findet ein internationales 1-vs-1-Battle statt, das B-Boy Lilou für sich entscheidet. Gleichzeitig schafft BOTY mit einem internationalen 2-vs-2-Battle eine eigene Plattform für B-Girls – ein Format, das über Jahre hinweg vor allem von japanischen Tänzerinnen geprägt wird. Mit der „Dance Theatre Night" im Staatstheater Braunschweig, featuring Storm, Top 9, Vagabonds und Salah, entsteht ein Raum für Austausch zwischen verschiedenen Tanzformen.
2010
Umzug nach Frankreich
Nach neun Jahren in Braunschweig wechselt das Battle Of The Year den Austragungsort und zieht für die folgenden drei Jahre nach Montpellier. Bereits die erste Ausgabe vor Ort wird ein großer Erfolg: Rund 12.000 Zuschauer erleben das Event in der ausverkauften Arena Montpellier.
2010
Umzug nach Frankreich
Nach neun Jahren in Braunschweig wechselt das Battle Of The Year den Austragungsort und zieht für die folgenden drei Jahre nach Montpellier. Bereits die erste Ausgabe vor Ort wird ein großer Erfolg: Rund 12.000 Zuschauer erleben das Event in der ausverkauften Arena Montpellier.
2011
BOTY goes Hollywood
Basierend auf der Dokumentation Planet B-Boy realisiert Regisseur Benson Lee den 3D-Hollywood-Film Battle of the Year – The Dream Team. Neben international bekannten Schauspielern wie Josh Holloway und Chris Brown werden die Tänzer der US-Crew überwiegend von echten B-Boys verkörpert, darunter DoKnock, Casper und Kid David. Viele Szenen stammen direkt vom realen Battle Of The Year 2011 in Montpellier – sowohl die Show-Performance als auch das Final-Battle wurden live während des Events gedreht, mit jeweils nur einem einzigen Take.
2011
BOTY goes Hollywood
Basierend auf der Dokumentation Planet B-Boy realisiert Regisseur Benson Lee den 3D-Hollywood-Film Battle of the Year – The Dream Team. Neben international bekannten Schauspielern wie Josh Holloway und Chris Brown werden die Tänzer der US-Crew überwiegend von echten B-Boys verkörpert, darunter DoKnock, Casper und Kid David. Viele Szenen stammen direkt vom realen Battle Of The Year 2011 in Montpellier – sowohl die Show-Performance als auch das Final-Battle wurden live während des Events gedreht, mit jeweils nur einem einzigen Take.
2016
BOTY Kids
Gemeinsam mit den internationalen BOTY-Partnern schlägt das Battle Of The Year ein neues Kapitel auf: Mit ausgewählten Qualifikationen und dem Weltfinale in Essen wird erstmals das Konzept „Battle Of The Year Kids" eingeführt. Ziel ist es, der jungen Generation eine Plattform zu bieten, um erste Erfahrungen bei einem der bekanntesten Breaking-Wettbewerbe weltweit zu sammeln.
2016
BOTY Kids
Gemeinsam mit den internationalen BOTY-Partnern schlägt das Battle Of The Year ein neues Kapitel auf: Mit ausgewählten Qualifikationen und dem Weltfinale in Essen wird erstmals das Konzept „Battle Of The Year Kids" eingeführt. Ziel ist es, der jungen Generation eine Plattform zu bieten, um erste Erfahrungen bei einem der bekanntesten Breaking-Wettbewerbe weltweit zu sammeln.
2018
Youth Olympic Games
Im Zuge der Youth Olympic Games 2018 in Buenos Aires ist das BOTY Headoffice in Zusammenarbeit mit der World DanceSport Federation (WDSF) maßgeblich an der Einführung von Breaking als neue olympische Sportart beteiligt.
2018
Youth Olympic Games
Im Zuge der Youth Olympic Games 2018 in Buenos Aires ist das BOTY Headoffice in Zusammenarbeit mit der World DanceSport Federation (WDSF) maßgeblich an der Einführung von Breaking als neue olympische Sportart beteiligt.
2022–2025
Okinawa, Osaka, Hwaseong
Im Jahr 2022 wechselt das Battle Of The Year Finale erneut den Austragungsort und findet erstmals in Okinawa, Japan, statt. Ein Jahr später zieht das Event weiter nach Osaka. Für 2025 wird das Finale in Zusammenarbeit mit der Korean Breaking Federation in Hwaseong, Südkorea, organisiert.
2022–2025
Okinawa, Osaka, Hwaseong
Im Jahr 2022 wechselt das Battle Of The Year Finale erneut den Austragungsort und findet erstmals in Okinawa, Japan, statt. Ein Jahr später zieht das Event weiter nach Osaka. Für 2025 wird das Finale in Zusammenarbeit mit der Korean Breaking Federation in Hwaseong, Südkorea, organisiert.

Einfluss auf die Breaking-Szene
Seit seinen Anfängen im Jahr 1990 steht das Battle Of The Year für weit mehr als einen reinen Wettbewerb. Das BOTY war von Beginn an ein Ort des Austauschs, der Begegnung und der gemeinsamen Entwicklung – ein Ort, an dem Tänzer/innen aus unterschiedlichen Ländern voneinander lernen und sich gegenseitig inspirieren konnten.
Über die Jahre hat BOTY nicht nur Maßstäbe für Shows und Battles gesetzt, sondern stand auch immer für eine stetige Weiterentwicklung. Für viele Generationen von Tänzern wurde es so zu einer wichtigen Orientierung und Quelle der Motivation. Bis heute wirkt dieser Gedanke weiter: BOTY versteht sich als Plattform für Kultur, Gemeinschaft und Weitergabe von Wissen – und bleibt damit ein zentraler Impulsgeber für die weltweite Breaking-Szene.
Blick in die Zukunft
Auch in Zukunft wird das Battle Of The Year seinen Wurzeln treu bleiben.
Dabei wird der internationale Gedanke weiterhin gestärkt: durch die weltweiten Qualifikationen, neue Formate und digitale Möglichkeiten wächst das Netzwerk stetig weiter zusammen. Gleichzeitig bleibt der Fokus auf Förderung und Weitergabe bestehen – insbesondere durch neue Formate wie BOTY Next Generation und BOTY-Projekte, die über das klassische Breaking hinausgehen. Wie in der Vergangenheit wird sich das Battle of the Year auch zukünftig kontinuierlich weiterentwickeln, ohne seine Wurzeln aus den Augen zu verlieren: als Plattform für Kultur, Gemeinschaft und Innovation – und als Impulsgeber für die nächsten Generationen der weltweiten Breaking-Szene.


